Aktuelles vom DJV

Was Sie hier lesen können...............

Verwendung von Wildkameras

 

DJV-Positionspapier

Hinweise zur Verwendung von Wildkameras

Wildkameras sind derzeit verstärkt in der öffentlichen  Diskussion und ein wichtiges Thema bei den Datenschutzbeauftragten der nder. Anders als in manchen Medienberichten oder von Datenschutzbehörden dargestellt, werden unbeteiligte Waldbesucher in der Praxis fast nie aufgenommen. Denn beim Einsatz von Wildkameras geht es nahezu ausschlilich um die Wildtierbeobachtung und keinesfalls um die Ermittlung personenbezogener Daten. Wildkameras werden in erster Linie in den Einstandsgebieten des Wildes eingesetzt, wo sich üblicherweise keine Waldbesucher aufhalten. Wildkameras können einen wertvollen Beitrag zur Hege, der störungsarmen Jagd und damit der Verhütung von Wildschäden dienen. Sie leisten auch einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Der Einsatz von Wildkameras im jagdlichen Bereich

 

Die Rechtslage zum Einsatz von Wildkameras unterscheidet sich (u. a. wegen unterschiedlicher Regelungen des Waldbetretungsrechts) von Bundesland zu Bundesland. Der DJV hält den Einsatz in den meisten llen für datenschutzrechtlich unbedenklich. Dagegen sind einige Landesdatenschutzbeauftragte fälschlicherweise der Auffassung, dass der Einsatz in vielen llen unzulässig sei. Die unterschiedliche Rechtslage macht es derzeit schwer, abschließende Empfehlungen zur Verwendung von Wildkameras zu geben. Unabhängig von der rechtlichen Bewertung, sollten beim Einsatz von Wildkameras folgende Grundsätze beachtet werden:

 

Aufnahmen von Personen sollten soweit wie möglich vermieden werden; Wildkameras sollten grundsätzlich nicht auf regelmäßig frequentierte Wege gerichtet werden;

 

Der Einsatz sollte auf jagdliche Einrichtungen (einschlilich Fütterung, Kirrung und Wildäsungsflächen) sowie Wildwechsel beschränkt werden;

 

Sollten unbeabsichtigt Personen aufgenommen worden sein, sind diese Aufnahmen sofort zu löschen (soweit sie nicht zur Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten erforderlich sind);

Insgesamt  sollten  Wildkameras  zurückhaltend  und  auf  ein  angemessenes M begrenzt, eingesetzt werden;

Beobachtungen von seltenen Arten, insbesondere Wolf, Wildkatze und Luchs sollten mit Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten der zuständigen Stelle gemeldet werden.

 

Eine Klärung der Rechtslage ist wünschenswert. Die Landesjagdvernde und der DJV setzen sich dafür ein. Revierinhaber, die mit Forderungen der Datenschutzbehörden konfrontiert sind, sollten ihren Landesjagdverband informieren.

Berlin, 28.11.2014

 

Umweltverträglichkeitsprüfung der Jagd

Umweltverträglichkeitsprüfung der Jagd

Gemeinsame Naturschutzarbeit in der Basis wird mit Füßen getreten

Tschimpke verspielt NABU-Glaubwürdigkeit

 

(Berlin, 14. Oktober 2014) Jäger, Jagdgesetze, jagdbare Arten alles verstaubt, meint der Naturschutzbund (NABU). Um dies zu untermauern, hat er ohne jegliche Datenbasis oder wissenschaftliche Fakten eine Umweltverträglichkeitsprüfung der Jagdgesetze durchgeführt. Völlig willkürlich und hanebüchen sind die gewählten Faktoren wie Zahl jagdbarer Arten, Jagdzeiten und Jagdmethoden. Wenn NABU-Präsident Olaf Tschimpke das ernst meint, spreche ich ihm jegliche Kompetenz in Sachen Jagd ab , so Andreas Leppmann, Geschäftsführer des Deutschen Jagdverbands (DJV) auf der DJV-Klausurtagung der Landesjagdverbände in Mettlach/Saarland. Vielleicht solle man besser eine Umweltverträglichkeitsprüfung der über drei Dutzend NABU-Eigenjagdbezirke anregen, so Leppmann weiter. Der überholte Wir-bauen-einen-Zaun-drum-Naturschutz werde weiter forciert und die praktische Naturschutzarbeit vor Ort von NABU und Jägern mit Füßen getreten.

 

Eine Säule des Artenschutzes neben Lebensraumverbesserung ist die Bejagung räuberischer Arten. Dies geht am besten mit Fallen oder mit der Baujagd. Der NABU-Bundesverband lehnt jedoch in seiner Position die Verwendung von Fallen gänzlich ab. Allerdings wird in Naturschutzprojekten das Fallenstellen unter der Bezeichnung des Prädatorenmanagements legitimiert, staatlich gefördert und von Naturschutzverbänden insbesondere vom NABU aktiv praktiziert. Ein Fang- und Baujagdverbot ist das schädlichste, was man für den Schutz benachteiligter Arten ernsthaft fordern kann , sagt Andreas Leppmann. Ob auf der Falle Prädatorenmanagement steht oder Fangjagd , ist dem Fuchs egal. Alles andere ist Etikettenschwindel und entbehrt jeder argumentativen Grundlage , so Leppmann. Der DJV nimmt Tierschutz übrigens sehr ernst und hat die Initiative ergriffen: Bereits gängige Fallentypen wurden nach internationalen Standards für humane Fangjagd (AIHTS) erfolgreich getestet.

 

Es ist die Käseglocken-Mentalität des Naturschutzes, die verstaubt erscheint, nicht das Jagdrecht , sagte Leppmann Mit der Zaun-drum-und-alles-wird-gut-Methode kann man unmöglich bedrohten Arten im Kielwasser der Energiewende helfen wollen. Wir fordern vermehrt integrative Ansätze in der Agrarlandschaft! Diese sieht der DJV etwa in der Anerkennung von Blühstreifen zur Biogasproduktion als ökologische Vorrangflächen. Verbindet man den positiven ökologischen Effekt von Streifen mit Wildpflanzenmischungen mit einer ökonomischen Nutzung in Biogasanlagen, entsteht eine Win-Win-Situation für bedrohte Tiere, Landwirte und Jäger , so Leppmann.

 

Weiterhin fordert der NABU eine drastische Kürzung der Liste der jagdbaren Arten: Je weniger Arten dem Jagdrecht unterliegen, desto mehr Punkte gibt es auf der NABU-Skala. Das Jagdrecht ist jedoch prinzipiell ein Schutzrecht, es gilt die Hegepflicht. Deshalb genießen Wildtiere im Jagdrecht doppelten Schutz. Gefährdete Arten, wie Seehund, Fischotter oder Seeadler profitieren zum einen durch die Jagdabgabe der Jäger beide Seehundstationen werden von Jägern finanziert als auch durch direkte Maßnahmen vor Ort. Zudem widerspricht das Herausnehmen der Arten aus dem Jagdrecht dem in der Agenda 21 verabschiedeten Use-it-or-lose-it -Prinzip. Demnach setzt man sich besonders für Dinge ein, wenn man sie auch nutzen kann.

 

In einer Stellungnahme geht der DJV im Detail auf das Nabu-Positionspapier Jagd ein.

 

Hier können Sie die DJV-Stellungnahme lesen: > klick <

Fachtagung Rückkehrer Wolf

Fachtagung "Rückkehrer Wolf - Willkommen ohne Wenn und Aber?"

 

Vorträge der Referenten und Ticker-Protokoll jetzt online.

Um diesen Wissenstransfer nachhaltig zu gestalten, hat der DJV ein Tagungspaket geschnürt: Das Protokoll des Live-Tickers sowie die Powerpoint-Vorträge stehen zur Verfügung und können heruntergeladen werden. In Kürze wird es zusammenfassende Filme auf dem DJV-YouTube-Kanal geben. So können sich auch diejenigen, die keine Zeit für die Tagung hatten, grundlegend zum Thema Wolf informieren.

 

Für Anfragen von Vortragsterminen stehen die Referenten sicher gern zur Verfügung.

 

Hier gehts zu dem "Tagungspaket"

 

Wildunfälle.......

Sterben auf Deutschlands Straßen!
 
 
http://medienjagd.test.newsroom.de/4571_pressegrafik_wildunfall_2012_final.jpg
 
Die Verkehrsunfallzahlen in Deutschland gingen im Jagdjahr 2011/12 (1. April 2011 bis 31. März 2012) gegenüber dem Vier-Jahres-Mittel um 17 Prozent zurück. Mit 29 Prozent ist der Rückgang bei Wildschweinen am höchsten, beim Rehwild sind es 16 Prozent weniger und beim Damwild minus zwölf Prozent. Die Unfälle mit Rotwild sind auf gleichem Niveau geblieben. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Jagdschutzverband e.V. (DJV) nach Auswertung der aktuellen Erhebungen durch Jäger. (Grafik: DJV)

EU Gerichtshof urteilt über deutsches Jagdrecht

Durch anklicken gelangen Sie zu den Ausführungen
 

 Urteil des EGMR -
      Unmittelbare Auswirkungen und wie damit umzugehen ist [191 KB]

Daten zu Unfallrisiken......

 

Daten zu Unfallrisiken widerlegen Behauptungen von Jagdgegnern

 

Jäger sind - gemäß der Sache - häufig in unwegsamem Gelände unterwegs. Dabei kann es - wie in vielen anderen Lebensbereichen auch - zu Unfällen kommen. Allerdings besteht zwischen der tatsächlichen Zahl von Jagdunfällen und den Behauptungen von Jagdgegnern eine erhebliche Diskrepanz. Tatsächlich ist die Zahl der tödlichen Unfälle mit Feuerwaffen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den vergangenen Jahren sogar gesunken. Starben im Jahr 2000 noch 19 Menschen, waren es 2010 insgesamt elf Personen. Jagdunfälle allerdings weist die Statistik explizit nicht aus. Auch Angaben darüber, dass Passanten betroffen sind - wie meist von Jagdgegnern behauptet wird - gibt es nicht.

 

Die Bundesgemeinschaft der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften listet für das Jahr 2010 zwei Tote durch Schusswaffen - bei 350.500 Jagdscheininhabern in Deutschland. Demgegenüber stehen rund 3.700 Verkehrstote (29,3 Millionen Führerscheininhaber) im gleichen Jahr - beinahe alle zwei Stunden stirbt ein Mensch im Straßenverkehr. Ins Verhältnis gesetzt, ist es für Führerscheininhaber 23-Mal gefährlicher, am Straßenverkehr teilzunehmen, als für Jäger zur Jagd zu gehen. Auch Bergwanderer leben gefährlich: Rund 900.000 Mitglieder zählt der Deutsche Alpenverein (DAV) im Jahr 2010 - und 40 Menschen, die beim Bergwandern ihr Leben verloren haben. Die Wahrscheinlichkeit, in den Bergen zu verunglücken, ist im Vergleich zur Jagd demnach um ein Achtfaches höher.

 

Jagdunfälle mit Verletzungen unterschiedlichen Schweregrads kommen nach statistischen Angaben mehrere hundert Mal jährlich vor. Allerdings liegt hier die Ursache selten im unsachgemäßen Gebrauch von Schusswaffen, wie Jagdgegner oft glauben machen wollen. Eher sind es Dornen, tief hängende Äste, Baumstümpfe, Steine und Unebenheiten des Bodens, die bei Jägern oder Jagdteilnehmern zu Verletzungen wie Prellungen, Brüchen oder Schnittwunden führen können.

 

Um die Jagdteilnehmer vor Gefahren zu schützen, gelten strenge Regeln. Näheres regeln die Unfallverhütungsvorschriften.

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Umfrage zu Jagdmunition startet

27.09.2011 (djv) Berlin

DJV bittet Jäger bundesweit um Teilnahme

Blei oder bleifrei? Oder beides? Wie wird Jagdmunition in Deutschland künftig aussehen? Ihre Erfahrung und Meinung ist in der aktuellen DJV-Umfrage zum Thema Jagdbüchsenmunition gefragt. Ziel ist es, ein möglichst reales Abbild der Nutzung sowohl bleifreier aber auch bleihaltiger Munition in unserer Jägerschaft zu ermitteln , sagt DJV-Präsident Hartwig Fischer. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, eine bisher emotional geführte Diskussion zu versachlichen und die Datengrundlage zu erweitern.

Studien haben gezeigt, dass Bleisplitter zur Vergiftung von Seeadlern führen können. Bleirückstände im Wildbret können laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Schwangere und Kleinkinder gefährden. Auch Vielverzehrer von Wildbret, das mit Bleimunition erlegt wurde, seien demnach eine Risikogruppe. Um die Datengrundlage zum Thema Jagdmunition zu verbessern, wendet sich der DJV mit dieser Umfrage an die Jägerschaft.

Das Vorhaben erfolgt in Kooperation mit dem Institut für Rechtspsychologie der Universität Bremen und wird unter anderem vom BfR begleitet. Mit dem Institut plant der DJV eine weiterführende Studie zu möglichen Gesundheitsrisiken bei Vielverzehrern von Wildbret, das mit Bleimunition erlegt wurde.

Der Fragebogen ist auf der Internetseite des Verbandes www.jagdnetz.de abrufbar und kann direkt am PC ausgefüllt und gespeichert werden. Im Anschluss kann er ausgedruckt per Post (Deutscher Jagdschutzverband, Friedrichstr. 185/186, 10117 Berlin) oder per Fax (030/2091394-25) zurückgesendet werden oder digital per E-Mail an pressestelle@jagdschutzverband.de. Einsendeschluss ist der 1. Dezember 2011.

Unter allen TeilnehmerInnen verlosen wir Produkte aus unserem DJV-Shop (1. Preis: LED-Taschenlampe Lenser P14 im Wert von 89,90 Euro; 2. Preis: Waffenfutteral im Wert von 59,90 Euro; 3. Preis: DJV-Jagdgürtel im Wert von 49,50 Euro; 4 10. Preis: DJV-Gutscheine im Wert von 30,00 Euro). Ihre Angaben erfolgen anonym. Sollten Sie am Gewinnspiel teilnehmen, werden Ihre persönlichen
Daten selbstverständlich streng vertraulich behandelt.

Der Fragebogen liegt als PDF-Dokument vor. Dieses können Sie ansehen und bearbeiten, wenn Sie den neusten Adobe-Reader installiert haben. Sollten Sie das Dokument nicht öffnen können, finden Sie hier den notwendigen Adobe-Reader.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme.

Hier geht es direkt zum Fragebogen!!!

http://medienjagd.test.newsroom.de/20110926_djvfragebogen_jagdmunition_online.pdf  

 

Bleimunition: DJV warnt vor Panikmache

Umfrage der BfR in Jägerhaushalten zu

Wildbretverzehr gestartet!

 

In einer aktuellen Mitteilung berichtet das Bundesamt für Risikobewertung (BfR), dass Wildfleisch durch bleihaltige Munition stark belastet sein könne. Gleichzeitig wird jedoch eingeschränkt, dass die Aufnahme von Blei über Wildfleisch toxikologisch unbedeutend sei im Vergleich mit Getreide, Obst und Gemüse sowie Getränken. Insbesondere letztere tragen nach BfR-Untersuchungen maßgeblich zur Bleibelastung der Bevölkerung bei. Mitglieder von Jägerhaushalten seien als Vielverzehrer von Wildbret allerdings eine Risikogruppe. Hingegen veröffentlichte das Bundesamt für Gesundheit in der Schweiz bereits 2003 eine Studie, die zu dem Schluss kommt: Wildverzehr führt bei einer sorgfältigen Zubereitung nicht zu einer erhöhten Bleibelastung. Untersucht wurden die Blutwerte von Jägern als Vielverzehrer und anderen Bevölkerungsgruppen.

 

Ungeachtet der Schweizer Studie nimmt der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) die aktuelle BfR-Veröffentlichung sehr ernst und startet Anfang Oktober in Zusammenarbeit mit dem BfR eine umfangreiche Umfrage unter Jägern zu Jagdmunition und Verzehrverhalten. Gleichzeitig soll die tatsächliche Bleibelastung von Vielverzehrern in Deutschland untersucht werden. Bereits seit 2006 sind die Jäger zudem in ein breit angelegtes bundesweites Monitoring eingebunden, in dem alternative Jagdmunition getestet wird. Abschließende Ergebnisse sollen frühestens Mitte 2012 vorliegen. "Wir warnen vor Panikmache, sollten aber gemäß dem Vorsorgeprinzip keinen realistischen Schritt unterlassen, um die Bleiexposition bei Wildbret gering zu halten. Für uns Jäger gilt selbstverständlich der Grundsatz, dass kein verunreinigtes Wildfleisch in den Handel kommt. Der Schusskanal wird großzügig entfernt", sagte Dr. Wolfgang Bethe, DJV-Vizepräsident und zuständig für Wildbrethygiene: "Wildbret ist und bleibt ein hochwertiges Lebensmittel mit vielen Vorzügen gegenüber konventioneller Fleischware.

 

Laut DJV sollten Jäger im jagdlichen Alltag den für den jeweiligen Verwendungszweck am besten geeigneten Munitionstyp verwenden. Der DJV fordert von der Munitionsindustrie zudem größere Anstrengungen, um für die stark unterschiedlichen Einsatzbereiche bei der Jagd die entsprechende unbedenkliche Munition anzubieten. "Die Hersteller sind gefordert, neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich Munitionsmaterial und Geschosskonstruktion zügig umzusetzen. Wir Jäger sind reine Anwender und müssen uns darauf verlassen können, dass die angebotene Jagdmunition ungefährlich ist für den Schützen, unbedenklich für Verbraucher und Umwelt und tierschutzgerecht tötet", sagte Dr. Bethe. Das Abprallverhalten von bleifreien Alternativgeschossen sei inzwischen hinreichend geprüft, allerdings werde deren Tötungswirkung derzeit noch wissenschaftlich getestet. Die Umwelttoxizität von Alternativmaterialien zu Blei sei allerdings noch nicht ausreichend untersucht. Hier sieht der DJV Nachholbedarf und fordert eine ergebnisoffene Herangehensweise der Politik.

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Aktuelle amerikanische Studie


Der Tod kommt auf leisen Pfoten

 

- Aktuelle amerikanische Studie: streunende Hauskatzen sind Hauptgefahr für Jungvögel -

 

Anlässlich der Sommerferien macht der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) auf eine aktuelle Studie aufmerksam, die den Einfluss von streunenden Katzen auf die Vogelwelt untersucht hat. Forscher der Towson Universität im US-Staat Maryland haben jetzt herausgefunden: 80 Prozent der gerade flügge gewordenen Singvögel werden von Räubern auf vier Pfoten gefressen, in knapp der Hälfte der Fälle waren Hauskatzen die Täter. Für Katzenbesitzer in Deutschland bedeutet dies, in den Sommermonaten bis Ende August besonders auf ihren Liebling zu achten, appelliert der DJV. Denn dann werden bei uns viele Vögel gerade flügge. Dr. Klaus-Hinnerk Baasch, zuständig für Naturschutzfragen beim DJV: "Katzenbesitzer sollten jederzeit Verantwortung zeigen für ihr Haustier, es füttern, versorgen und eben nicht in der Ferienzeit vor die Tür setzen." Tierschutzverbände schätzen, dass es in Deutschland neben den "Ferienstreunern" über zwei Millionen Katzen gibt, die gänzlich verwildert sind. Allein diese erbeuten nach DJV-Hochrechnungen jährlich etwa sechs Millionen Singvögel in Deutschland.

 

"Tierliebe gilt für Haustiere und Wildtiere gleichermaßen", sagt Baasch. Katzenbesitzer seien deshalb besonders gefordert. Damit Katzen zuschlagen, muss nicht unbedingt zu wenig Futter vorhanden sein. Jagd- und Spieltrieb der Tiere reichen aus, um selbst im gut genährten Zustand kleinen Vögeln nachzustellen. Im Fachjournal für Ornithologie (Journal of Ornithology) folgern die US-amerikanischen Wissenschaftler: "In menschendominierten Lebensräumen führt Prädation (Einfluss von Raubtieren) maßgeblich zu Unterschieden in der Überlebensrate von Vögeln." Die amerikanische Studie untersuchte das Überleben von Jungvögeln anhand der Katzendrossel (Dumetella carolinensis) an drei Orten in Vorstädten der US-Stadt Washington DC.

 

Original Artikel erschienen im Journal of Ornithology, Volume 152, Number 3, 717-726, DOI: 10.1007/s10336-011-0648-7:

"Population demography of Gray Catbirds in the suburban matrix: sources, sinks and domestic cats"

Autoren: Anne L. Balogh, Thomas B. Ryder und Peter P. Marra

 

Zum Herunterladen gibt es die Studie im Internet: http://www.springerlink.com/content/7317118872r23612/

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.... der DJV zieht um!


Liebe Jägerinnen und Jäger,

der DJV zieht um. Die Kartons sind gepackt und die Umzugshelfer bestellt. Schon Ende August verlässt der Verband nach weit mehr als einem halben Jahrhundert die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn und zieht nach Berlin. Die alte Gründerzeit-Villa in der Johannes-Henry-Straße weicht einem hellen, modernen und gläsernen Bürokomplex, wo die Geschäftsstelle im fünften Stock einzieht.

Ab September finden Sie uns hier:

 

Deutscher Jagdschutzverband e.V.

Friedrichstr. 185/186

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Fax: 030 / 209 1394-30

E-Mail: djv@jagdschutzverband.de

 

Die Ihnen bekannten E-Mail-Adressen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Internetauftritt bleiben vorerst bestehen.

 

Auch die Jägerstiftung natur+mensch des DJV musste im Zuge des Ortswechsels ihre Räumlichkeiten verlassen. Wie die DJV Service- und Marketinggesellschaft verbleibt die Stiftung jedoch in Bonn, wo sie künftig unter folgender Adresse zu finden ist:

 

Jägerstiftung natur+mensch

Simrockstraße 11

53113 Bonn

Tel.: 0228 / 976 383-0

Fax: 0228 / 976 383-29

E-Mail:

 info@jaegerstiftung.de

 

DJV-Service und Marketing GmbH (DJV-Shop)

Koblenzer Straße 149a

53177 Bonn

Tel.: 0228 / 38 72 90-12

Fax: 0228 / 38 72 90-25

E-Mail:

 info@djv-service.de

 

Jagd in Deutschland ......

.... ist tierschutzgerecht!
 

(Berlin, 04. Oktober 2012). Die Jagd in Deutschland ist eine ursprüngliche und tierschutzkonforme Beschaffung tierischer Nahrungsmittel, darauf macht der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) anlässlich des Welttierschutztages aufmerksam. Nachhaltige Jagd, wie sie in Deutschland ausgeübt wird, hat die Weltnaturschutzunion (IUCN) sogar bereits 2000 als eine Form des Naturschutzes anerkannt.

 

Anders als im Schlachthof, trifft der Schuss des Jägers das Tier unvorbereitet. Jagdgeschosse sind so konstruiert, dass sie schnell und damit tierschutzgerecht töten. Zudem verbringen Wildtiere ein Leben in der freien Natur.

Medikamente, Kraftfutter oder Tiertransporte sind nicht notwendig. Auch Lebend- und Totfangfallen sind tierschutzgerecht. Anders als beispielsweise frei verkäufliche Mausefallen unterliegen sie strengen Vorgaben. Jäger lernen außerdem während ihrer Ausbildung den sicheren Umgang  mit Fanggeräten.

 

Die Ausübung der Jagd basiert auf klaren gesetzlichen Vorschriften. Viele Teile des Jagdrechts dienen ausschließlich dem Tierschutz. Zum Beispiel dürfen Elterntiere während der Jungenaufzucht nicht bejagt werden (§22 Abs. 4 BJagdG). Es ist nicht erlaubt, Wild an seinen Wohnstätten zu beunruhigen und zahlreiche Jagdmethoden sind verboten (§19 BJagdG).

Waidmänner absolvieren eine umfangreiche staatliche Prüfung, bevor sie den Jagdschein erhalten. Fachbereiche wie Biologie von Tieren und Pflanzen, Fleischhygiene, Waffenrecht und -handhabung, Naturschutz-, Waffen- oder Lebensmittelrecht werden in den Jagdschulen unterrichtet.

Für das sogenannte Grüne Abitur pauken sie im Regelfall mindestens 120 Stunden Theorie plus Praxiseinheiten in vielen Fächern. Zum Vergleich: Für den Fahrzeugführerschein sind etwa 40 Stunden Theorie üblich.

 

 

Kontakt:

Torsten Reinwald

 

Pressesprecher

Deutscher Jagdschutzverband e.V.

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Tel.: 030/2091394-0

Fax.: 030/2091394-30

 

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DJV fordert Neubewertung von Büchsengeschossen

Vorläufige Ergebnisse zur Tötungswirkung von Jagdmunition liegen vor.

 

(Berlin, 27. November 2012). Vertreter des Bundeslandwirtschaftsministeriums sowie Wissenschaftler haben heute beim Deutschen Jagdschutzverband (DJV) die vorläufigen Ergebnisse des Forschungsprojektes zur Tötungswirkung von Büchsenmunition vorgestellt. Nach der Auswertung von insgesamt über 11.000 Abschuss- und Laborberichten zeigt sich: Entscheidend für die tierschutzgerechte Tötungswirkung eines Geschosses ist dessen Wirksamkeit. Die kritische Grenzgeschwindigkeit des jeweiligen Geschosses bestimmt dabei die maximale Einsatzentfernung und zwar unabhängig vom verwendeten Material. Festgestellt wurde die Wirksamkeit durch den Beschuss von Seifenblöcken. Auch schweres Wild bis 250 Kilogramm etwa Rothirsche oder Keiler lässt sich demnach mit bleihaltiger und bleifreier Munition gleichermaßen bis zu einer Entfernung von 300 Metern tierschutzgerecht erlegen. Voraussetzung: Die Mindestanforderungen an die Geschossleistung sind erfüllt. Bei einigen getesteten Patronen sowohl bleihaltig als auch bleifrei lag die ermittelte mögliche Einsatzentfernung allerdings bei null Metern, andere erreichten gerade einmal 50 Meter. Diese Werte sind für die jagdliche Praxis völlig unzureichend.

Auf Basis der vorläufigen Ergebnisse fordert der DJV von den Munitionsherstellern, künftig die Aussagen zur Ballistik auf der Munitionsverpackung zu erweitern. Wir Jäger müssen mit einem Blick die maximale Einsatzentfernung erkennen können, bei der die jeweilige Patrone noch ausreichend wirkt , sagte DJV-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bethe, und weiter: Wir wollen keine Experimente am lebenden Tier. Zudem

fordert der DJV die Politik auf, die gesetzlichen Mindestanforderungen zu überarbeiten. Die derzeit gesetzlich verankerte Auftreffenergie von Geschossen auf 100 Meter Entfernung von 1.000 Joule fürRehwild und 2.000 Joule für das übrige Schalenwild ist nach neustem Kenntnisstand ungeeignet, um dem Tierschutz künftig Rechnung zu tragen.

Carl Gremse und Professor Siegfried Rieger von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) haben für 19 Geschosstypen die kritische Grenzgeschwindigkeit ermittelt. Das unabhängige wissenschaftliche Verfahren lässt es erstmals zu, für jedes Geschoss im jeweiligen Kaliber die entsprechende kritische Geschwindigkeit und damit die Einsatzentfernung zu ermitteln. Dies gilt auch für Kurzwaffen.

Der endgültige Abschlussbericht des Forschungsvorhabens zur Tötungswirkung von Büchsengeschossen wird im Frühjahr 2013 erwartet. Dann liegen weitere wertvolle Fakten für die Diskussion um bleihaltige und bleifreie Jagdmunition vor. Wir brauchen eine wissensbasierte Entscheidung und keine politisch motivierte , betonte DJV-Vizepräsident Dr. Bethe. Abzuwarten sind die Ergebnisse des Projekts Lebensmittelsicherheit von jagdlich gewonnenem Wildbret . Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) führt derzeit in enger Zusammenarbeit mit dem DJV und anderen Partnern eine Studie zur Hintergrundbelastung von Wildbret durch. Ziel des Projektes ist es, zu analysieren wie viel Blei, Kupfer und Zink grundlegend im Wildbret ist und wie viel eventuell durch Jagdmunition eingetragen wird. Die Aussagen dieses Projektes sind maßgeblich für den weiteren Entscheidungsprozess. Ein voreiliges Verbot von Bleimunition lehnt der DJV weiterhin ab.

 

Torsten Reinwald

Pressesprecher

Deutscher Jagdschutzverband e.V.

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Umfrage zu Jagdbüchsenmunition wirft Fragen au

Die Tötungswirkung entscheidet

 

(Berlin, 28. November 2012). Erfahrung im Umgang mit Jagdbüchsenmunition: Knapp 1.700 Jägerinnen und Jäger haben an der gleich lautenden Umfrage des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) teilgenommen und Munition mit oder ohne Blei bewertet. Zentrales Ergebnis: gute Tötungswirkung ist mit 33 Prozent das meist genannte Kriterium, das Jagdmunition erfüllen muss. Unabhängig vom Geschossmaterial bewerten die Umfrageteilnehmer die Kriterien Ausschuss , Schweiß , Präzision und Fluchtdistanz ihrer Munition mit der Schulnote gut oder besser.

Alles gut? Nicht ganz. Bei genauerem Hinsehen fällt der hohe Anteil von Jägern auf, die mit bleifreien Geschossen unzufrieden waren: Knapp 36 Prozent der 573 Schützen, die Jagdmunition mit alternativen Materialien eingesetzt haben, kehrten dieser nach einer Testphase den Rücken und verwenden wieder bleihaltige Geschosse. Der am häufigsten genannte Grund: mangelnde Tötungswirkung. Die Jagd-Erfahrungen der drei Gruppen sind dabei durchaus vergleichbar. Bleischützen haben laut Umfrage mit ihrer Munition durchschnittlich 56 Stück Wild erlegt, Bleifreischützen 45 und diejenigen, die von bleifrei auf Blei zurückwechselten, 36 Stück Wild. Von den insgesamt 1662 Umfrageteilnehmern haben zwei Drittel mit Bleimunition gejagt, 22 Prozent mit bleifreien Geschossen und 12 Prozent wechselten von bleifrei wieder zu Blei.

Der DJV nimmt diese Erfahrungen aus der Jägerschaft sehr ernst. Mit Berufung auf die jetzt parallel vorliegenden vorläufigen wissenschaftlichen Ergebnisse zur Tötungswirkung von Jagdmunition des Bundeslandwirtschaftsministeriums fordert der Verband, die im Handel befindlichen Patronen auf den Prüfstand zu stellen und zwar unabhängig vom Geschossmaterial. Tierversuche in freier Wildbahn darf es nicht geben. Wir fordern eine Neubewertung aller Büchsenmunition , sagte DJV-Vizepräsident Dr. Wolfgang Bethe. Die wissenschaftlichen Grundlagen für ein unabhängiges Prüfverfahren lägen jetzt erstmals vor und müssten von Herstellern und Politik ernst genommen werden. Der DJV fordert, dass auf der jeweiligen Patronenschachtel künftig neben den herkömmlichen ballistischen Angaben die individuelle mögliche Einsatzentfernung kenntlich gemacht wird.

 

 

Von 1.662 Teilnehmern an der DJV-Umfrage nutzen 66 Prozent Bleimunition.

34 Prozent gaben an, Geschosse aus Alternativmaterialien getestet zu haben

oder regelmäßig zu nutzen. Von den 573 Umfrageteilnehmern, die Erfahrung

mit alternativen Geschossen haben, sind 36 Prozent nach einer Testphase

wieder zurück bei Bleimunition. Der meist genannte Grund: fehlende Tötungswirkung.(Grafik: DJV)

 

Torsten Reinwald

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